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05 / 12 · Im Gespräch
Forschung muss raus aus dem Labor
Vizepräsidentin Sabine Krüger und Masterstudentin Mira Lindqvist im Gespräch: über angewandte Forschung, Studierende im Projekt und den Weg in die Region.
Zwei Perspektiven
Die Vizepräsidentin und die Studentin
Sabine Krüger verantwortet an der Hochschule Fernsee Forschung und Transfer. Mira Lindqvist forscht als Masterstudentin im Projekt KühlRaum mit. Beide erzählen, was Forschung im Alltag bedeutet.

Prof. Dr. Sabine Krüger
Vizepräsidentin
Aufgabe
Forschung & Transfer

Mira Lindqvist
Masterstudentin
Alter
24 Jahre
Studiengang
Umweltingenieurwesen
Projekt
KühlRaum: Messfahrten und Sensoren
Das Gespräch
Frau Krüger, was macht angewandte Forschung aus?
Sabine Krüger: Wir fangen bei einem Problem an, das jemand außerhalb der Hochschule hat. Und wir hören erst auf, wenn die Lösung dort ankommt: auf einer Straße, in einer Praxis oder in einem Betrieb.
Wie früh dürfen Studierende mitforschen?
Sabine Krüger: Von Anfang an. Jedes zweite Forschungsprojekt an der Hochschule bindet Studierende ein. Sie sind keine Zuschauerinnen und Zuschauer, sondern Teil des Teams.
Frau Lindqvist, was machen Sie im Projekt KühlRaum?
Mira Lindqvist: Ich bin für Messfahrten und Sensoren zuständig. Im Sommer sind wir mit dem Lastenrad quer durch die Stadt gefahren und haben gemessen, wo es wie heiß wird.
Wie fühlt sich das an, wenn Forschung so nah am Alltag ist?
Mira Lindqvist: Nachts um drei mit dem Lastenrad durch die Stadt – so habe ich Fernsee noch nie gesehen. Man merkt dabei, dass die Zahlen am Ende etwas mit den Menschen zu tun haben, die dort wohnen.

Wir forschen nicht für die Schublade, sondern für die nächste Straßenecke.
Weiter im Gespräch
Frau Krüger, wie kommt Forschung aus der Hochschule in die Region?
Sabine Krüger: Über Partnerschaften. Wir arbeiten mit 120 Kooperationspartnern zusammen: mit Städten, Unternehmen und Einrichtungen. Sie bringen die Fragen mit, wir bringen die Methoden.
Was nehmen Studierende aus solchen Projekten mit?
Sabine Krüger: Erfahrung, die man im Hörsaal allein nicht bekommt. Wer an einem echten Projekt mitarbeitet, lernt, mit Partnern zu sprechen, Termine zu halten und Ergebnisse so zu erklären, dass sie jemand benutzen kann.
Frau Lindqvist, wie geht es für Sie nach dem Master weiter?
Mira Lindqvist: Ich kann mir zwei Wege vorstellen: eine Promotion in Kooperation oder die Arbeit in der Stadtplanung. In beiden Fällen möchte ich dort arbeiten, wo Ergebnisse umgesetzt werden.
Auf einen Blick
Transfer in Zahlen
Kooperationspartner in der Region
der Forschungsprojekte binden Studierende ein
Die Hochschule Fernsee, die Stadt Fernsee, alle Personen, Projekte, Unternehmen und Zahlen sind fiktiv – dieses Hochschulmagazin ist eine Vorlage von Novamag.

